ÄTHIOPIEN KENNEN LERNEN - STÄDTEPARTNERSCHAFT LEBEN

Sie waren auf einer unserer Veranstaltungen und wollen sich die Bilder noch einmal ansehen? In unserem Blog finden Sie Fotos, Geschichten und Berichte zu den Events, aber auch Ausblicke auf das, was wir vorhaben.

Die "Inklusive Kommune" wächst: Addiser Gäste schnuppern in Leipzig

Vom 25. Juni bis 1. Juli hat erneut eine Nakopa-Delegation aus Addis Abeba die sächsische Partnerstadt besucht. Die Teilnehmer hospitierten u.a. beim Ferienprojekt "Stadt in der Stadt" in Leipzig-Grünau. Neben intensiven Gesprächen gab es viel aktive Beteiligung an diesem Sommer-Event. So konnten die Ferienkinder mit den Äthiopiern schnitzen, den im Land typischen Schultertanz ausprobieren und kreative Bilder mit Spraydose und Naturmaterialien herstellen. Auch LAA-Vorstandsfrau Simone Walther war alle Tage mit Säge und Akkuschrauber unterwegs. Sie fertigte mit Kindern und Iris Rösch vom Behindertenverband Leipzig e.V. ein für Rollstuhlfahrer geeignetes Hochbeet an. Wie die Holzhäuser mit Rampen, bestanden die barrierefreien Hochbeete aus Europaletten, ganz ohne Nägel. Auch in Addis Abeba sollen sie an den Menelik-II.-Schulen als Partnereinrichtung gebaut werden. Ein Nakopa-Pendant von "Stadt in der Stadt" ist im ersten Quartal 2019 am Entoto TVET College in Addis Abeba geplant.

Im Rahmenprogramm gab es weitere Aktivitäten wie eine Stadtrundfahrt mit Zwischenstopp am Völkerschlachtdenkmal, an Friedrich Schiller Schule und Bibliotheca Albertina, einen Zoobesuch, einen Bowlingabend und den durch Simone Walther organisierten Besuch der INSPIRATA auf dem alten Messegelände, ein Mitmachmuseum der besonderen Art, das große Freude auslöste. Zum guten Gelingen des einwöchigen Arbeitsbesuchs trugen ebenfalls bei Jana Zehle, Etagegne Assefa und Tadele Shibru. Beim Zweiten Vorsitzenden Tadele Shibru möchten wir uns hiermit aufs Herzlichste bedanken - für den sehr netten Grillabend im Garten und seine ausgezeichneten Dolmetscherdienste.

Diskussion: "Addis Abeba - Chinese New Flower"?

17. Mai 2017: Die städtebauliche Entwicklung der letzten Jahre hat das Gesicht Addis Abebas rasend schnell verändert: immer neue Hochhausriesen, die moderne Stadtbahn, riesige Wohn- und Gewerbegebiete. Es ist unübersehbar - hier tut sich etwas. Ein Segen könnte man meinen, ginge nicht auch ein Stück äthiopischer Kultur verloren und wäre nicht die übermächtige Prägung durch Großinvestor China. Bericht von Sophie Ebert im Infoblatt des Deutsch-Äthiopischen Vereins Juni/2017 hier.

Filmemacher Silvan Hagenbrock ließ vor seinem Bachelor-Film "Addis Abeba - Chinese New Flower" (Urban Sociology) im Leipziger Konfuzius-Institut einen dreiminütigen "One Shot" von Shanghai laufen, um Parallelen anzudeuten. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten! Etwa 70 Teilnehmer diskutierten lebhaft. Viele Fragen wurden angerissen, konnten aber nicht in allen Details beantwortet werden. Neben der Einsicht, dass an moderner Infrastruktur kein Weg vorbeiführt, wurde die große Sorge zum Ausdruck gebracht, dass dies nicht um jeden Preis und ohne Einbeziehung der Bevölkerung geschehen dürfe.

Taktile Äthiopien-Karten im Ministerium vorgestellt

24. April 2017: Im Ministry of Education in Addis Abeba hat ein wichtiges Treffen stattgefunden. Teilnehmer für die Städtepartnerschaft waren Gerd Birkenmeier und CIM-Koordinator Michael Sallat, der seit zwei Jahren in der Mission in Addis tätig ist. Beide stellten dem Inklusionsbeauftragten der Regierung die tastbaren Braille-Karten vor und ernteten dafür viel Begeisterung. Wenn die Dinge sich gut entwickelten, würden die zuständigen Stellenalles tun, um dieses inklusive Lehr- und Lernmaterial in Äthiopien zu multiplizieren. Das passe genau ins gegenwärtige Konzept der Regierung, hieß es, denn die taktilen Atlanten könnten von allen Schüler, auch blinden und sehbeeinträchtigten, genutzt werden. Allen, die an den Atlanten mitgearbeitet haben, ließen die Äthiopier ihren Dank übermitteln. Bei der Etablierung der Produktion wurde Leipziger Mithilfe angeboten.Gerd Birkenmeier und Michael Sallat

Das ist der aktuelle Vorstand des Städtepartnerschaftsvereins:

Tadele Shibru (2. Vorsitzender), Simone Walther (Schulpartnerschaften), Sophie Ebert (Öffentlichkeitsarbeit), Jana Zehle (Beisitzende), Gerd Birkenmeier (Vorsitzender), Etagegne Assefa (Beisitzende) und Rainer Surkow (Schatzmeister). Herzlichen Dank an Nadine Brückner, unsere bisherige Schatzmeisterin, für ihr langjähriges, tolles Engagement.

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Addiser Jugendliche schreiben ihren Brieffreunden

25. April 2017: 60 Antwortbriefe haben die Schüler der Menelik II Preparatory School an ihre Freunde vom Leipziger Schiller-Gymnasium zurückgeschrieben - ein ganz toller Erfolg! Wir freuen uns sehr. Hier im Foto übergibt Direktor Ato Tegene den großen Umschlag an Vereinsvorsitzenden Gerd Birkenmeier.Ato Tegene übergibt die Briefe

IT-Spende für Sefere Selam Schule im Gespräch

21. April 2017: Die Musiker der Musikschule Johann Sebastian Bach sind bereits auf dem Heimweg. Zuvor gaben sie ein großes Konzert in der Yared Music School Addis Abeba und ernteten wieder Riesenbegeisterung. Besucht hat Gerd BirkenmJunge Schülerinnen und Schüler in Addis Abebaeier auch die Sefere Selam Schule, um zu schauen, ob Interesse an einer zweiten möglichen IT-Spende besteht. Diesmal über die gemeinnützige Initiative Labdoo.org, sie vermittelt kostenlose Lern-Laptops für Schulen im Ausland.Die Einrichtung ist wegen ihrer sehr guten Bildungsarbeit kürzlich zur Hig School hochgestuft worden. 1.300 Schüler lernen dort. 

Am Montag steht der ersehnte Termin im Bildungsministerium bevor und ein Besuch bei "Signum Vitae", einer Initiative, die Menschen mit Handicap Arbeit gibt. Unser Vereinsvorsitzende diskutiert kleine Projektvorschläge für eine zukünftige Zusammenarbeit. Am Dienstag darf er in der Menelik-Schule die Antwortbriefe für das Schiller-Gymnasium abholen. Das Farbenprojekt kommt in Addis Abeba hervorragend an. Ein äthiopischer Fernsehsender will darüber sowie über Nakopa- und Zoo-Projekt eine begleitende Sendung machen. Wir dürfen gespannt sein. (22. April 2017)

Säulen der Addiser Stadtbahn werden bunt

20. April 2017: Liebe Leipzig-Addis-Freunde, unser Vereinsvorsitzender Gerd Birkenmeier ist zurzeit zu einem Arbeitsbesuch in der äthiopischen Partnerstadt. Nach dem Osterfest, das in diesem Jahr in beiden christlichen Kulturkreisen auf dasselbe Wochenende fiel, haben die Oberbürgermeister in Addis Abeba eine Straßenbahn auf den Namen "Leipzig" getauft. Sie wurde feierliche mit einem Konzert des Kammerorchesters der Musikschule JSB eingeweiht - in und außerhalb der Bahn. Auch im Entoto-College wurde die Leipziger Delegation begeistert empfangen. In der Menelik-II-Schule wurden 82 Schülerbriefe vom Leipziger Schiller-Gymnasium übergeben.

Ein Besuch im äthiopischen Bildungsministerium steht noch auf dem Plan des Vorsitzenden. Er möchte sich dafür stark machen, dass der tastbare Äthiopienatlas künftig einem größeren Nutzerkreis im Land als Lehr- und Lernmittel zugute kommen kann. Das handliche Ringbuch umfasst drei Teile: eine administrative Karte, eine physische Karte und eine Karte aller Nationalparks und Artenschutzreservate. Bei einem Rundgang auf der Baustelle des neuen Addiser Zoos zeigte sich, dass es auch dort vorangeht. 

Gerd Birkenmeier in der Menelik-II-SchuleRon-Dirk Entleutner mit dem KammerorchsterPfeiler der Stadtbahn werden bunt

4. Februar 2017 - Zurück aus dem Sommer

Von Simone Walther, Mitglied im Vorstand des SPV LAA und Lehrerin am Friedrich Schiller Gymnasium der Stadt Leipzig

Als Teilnehmer der Leipziger Arbeitsgruppe des Nakopa-Projektes "Inklusive Kommune" durfte ich vom 29.01. bis 04.02.2017 erneut die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba besuchen. In der Delegation aus Leipzig waren einige Aktive unserer Stadt, die vorher noch nie einen Fuß auf den afrikanischen Kontinent gesetzt hatten und das Land  kaum kannten. Während der Reise konnten wir uns vor Ort von den tollen Ideen und Initiativen, aber auch den Schwierigkeiten bei der Inklusion von Menschen mit Handicap überzeugen.

Auf dem Programm standen u.a. der Besuch von Bildungseinrichtungen, die bereits inklusiv arbeiten. An der German Church School sahen wir, dass unser tastbarer Blindenatlas von Äthiopien (administrative Karte, physische Karte und Karte der Nationalparks und Naturschutzreservate) intensiv genutzt werden, da sie schon erhebliche Gebrauchsspuren aufwiesen. Der Vorschulunterricht einschließlich des Selbstverteidigungskurses für unterschiedlich behinderte Kinder war einfach genial.

Zu unserer großen Überraschung verfügt die Universität in Addis über eine gut sortierte Blindenbibliothek und nun auch über einen von uns überreichten tastbaren Äthiopien-Atlas. "Together", eine Nichtregierungsorganisation die sich speziell um blinde Frauen und deren Kinder kümmert, lud uns zu einem "Dinner in the Dark" ein und verlangte damit Einiges von den Teilnehmern ab. Eine klasse Idee, die noch ausbaufähig ist. Bemerkenswert finde ich auch die Kooperation zwischen "Together" und der Menelik II. Preparatory School (11./12. Klasse), die an der Schule einen Raum für blinde Schüler eingerichtet hat. Dort wurden Computer mit speziellen Audio-Programmen installiert. 96 Schüler mit Behinderung lernen zur Zeit an der Menelik Preparatory School, der Partrnerschule des Friedrich Schiller Gymnasiums.


Zahlreiche Projekte wurden von den Delegationsmitgliedern angesprochen und bereits auf den Weg gebracht. Mit meiner Übergabe von Saatgut (Blumen- und Kräutersamen) an beiden Menelik-Schulen erfolgte der Vorschlag, dass die Aussaat erstmalig in Hochbeeten erfolgen und vielleicht ein Teil des weitläufigen Schulgeländes inklusiv gestaltet werden könnte. Ein Tastgarten nach Leipziger Vorbild wäre ein machbares Projekt. Am Ende der Reise war es schön für mich, zu sehen und zu spüren, dass das Leitmotiv unseres SPVLAA "Äthiopien kennen lernen, Städtepartnerschaft leben" weitere Unterstützer und Befürworter gefunden hat.

Melkam Addis Amet, Leipzig! Impressionen vom Äthiopischen Neujahrsfest (11.09.2016)

Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016

Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016Äthiopisches Neujahrsfest 2016

Fotos: Tadele Shibru/Simone Walther

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Sponsoren, ohne deren großzügige Unterstützung das Musikschul-Austauschprojekt und unser Äthiopisches Neujahrsfest 2016 so nicht hätten stattfinden können. Unser persönliches Dankeschön geht an: Hartmut Bunsen (Messeprojekt Leipzig), Etagegne Assefa (Leipzig), Wolfgang Topf (IMO Leipzig), Andreas Heilmann (Papenburg Halle/Leipzig), Michael Fischer-Art (Leipzig) sowie Hans-Christian Zink (ZDC-Group Leipzig).

Melkam Fasika, Leipzig! Äthiopische Ostern (1. Mai)

Äthiopisches Osterfest in LeipzigÄthiopisches Osterfest in LeipzigÄthiopisches Osterfest in LeipzigÄthiopisches Osterfest in LeipzigÄthiopisches Osterfest in LeipzigÄthiopisches Osterfest in Leipzig

Fotos: Tadele Shibru

Nach viel Frauenpower an der Spitze jetzt ein Chef

Nach der Mitgliederversammlung im März hat sich der Vorstand neu konstituiert. Die sieben Mitglieder wählten Prof. Gerd Birkenmeier zum neuen Vorsitzenden, Tadele Shibru wurde zum Stellvertretenden Vorsitzenden benannt. Die bisherige "Präsidentin", Sophie Ebert, die den Städtepartnerschaftsverein drei Wahlperioden leitete, hat das Amt aus beruflichen Gründen abgegeben. Sie kümmert sich künftig um die Öffentlichkeitsarbeit. Nadine Brückner, unsere bewährte Schatzmeisterin, übernimmt die Aufgabe für weitere zwei Jahre. Prof. Jana Zehle, Simone Walther und Etagegne Assefa fungieren als beisitzende Vorstände.

Tadele Shibru, Sophie Ebert, Gerd Birkenmeier (hinten,v.l.n.r.) Simone Walther, Etagegne Assefa, Nadine Brückner, Jana Zehle (vorn, v.l.n.r.)

Das EAT EAT EAT!-Festival am 28./29.08.2015

Eine gelungene Kulinarik-Meile mit Musik, Tanz und Unterhaltung, die zum Bummeln und Probieren einlud. Wir hoffen, dass noch viele Auflagen dieses Schlemmerfests an der Rennbahn am Scheibenholz folgen. 16 Gastwirte waren beim EAT EAT EAT!-Foodfestival dabei. Neben den Partnerstädten Krakow, Houston, Birmingham, Nanjing, Thessaloniki, Lyon u.a. auch Stände vom Netzwerk "Delice". Durch den Duft von Weihrauch und exotischen Gewürzen war unser Addis Abeba-Pavillon nicht zu verfehlen. Starköchin Etagegne Assefa reichte Teff-Indschera und feurige Saucen, vegan oder mit Fleisch, Woizero Tiru ihren köstlichen Kaffee.

Addis Abeba-Skyline ziert Partnerstadtbank

Bitte einmal Platz zu nehmen! Verkostung auf dem Augustusplatz: Dass der frisch geröstete äthiopische Kaffee dem Oberbürgermeister mundet, sieht man auf den ersten Blick. Anlässlich der 1.000-Jahr-Feierlichkeiten Leipzigs hat Burkhard Jung am 6. Juli die 14 Partnerstadtbänke der Öffentlichkeit übergeben. Unsere Bank steht auf der Opernseite rechts und zeigt die äthiopische Hauptstadt zwischen Tradition und Moderne. Auch vorm Gewandhaus geht der Bänke-Reigen munter weiter. Ein Besuch in den nächsten Wochen ist gewiss ein Muss. Ob mit gutem Buch, Freunden oder einem Picknickkorb.

Oberbürgermeister Burkhard Jung bei der Verkostung

Kunstprojekt mit starkem äthiopischen Beitrag

Einzigartige Einblicke in den familiären Alltag der Äthiopier vermittelte die 1. internationale Kinder- und Jugendkunstausstellung im Leipziger Rathausfoyer im Juli/August 2015. Zu sehen waren 40 Schülerarbeiten der German Church School Addis Abeba zum Thema "Nachbarschaft". Großen Anteil am Gelingen hatte Vorstandsmitglied Prof. Jana Zehle, die die Kinder und Jugendlichen mit dem Kunstlehrer Anteneh Mehari begleitete. Ein zweisprachiger Katalog (deutsch/englisch) ist übers Haus Steinstraße, Leipzig, Frau Bernard, gegen minimale Schutzgebühr erhältlich. Es lohnt sich! Hier im Extra-Blog alle Arbeiten ansehen.

OB Jung bei der Eröffnung im RathausfoyerBild von Mahlet MukriawBild von Bethelem Kasahun

Zoo Leipzig unterstützt Partnerschaftsverein

20. April 2015: Starkes Team am Start

Von Angelika Rusch

Der Zoo Leipzig ist institutionelles Mitglied im Verein Städtepartnerschaft Leipzig – Addis Abeba. Am 20. April ist einem würdigen Rahmen an der Kiwara-Lodge die Partnerschaft unterzeichnet worden. Der Termin konnte nicht besser gewählt werden, denn am Tag zuvor standen auf Einladung von Stadt und Verein zwei äthiopische Marathonläufer beim Leipzig Marathon am Start. tl_files/laa/bilder/Aktuelles/Zoo IMG_5149 2000.JPGSo konnten auch sie bei der Unterzeichnung zugegen sein. Der Zoo Leipzig unterstützt seit 2007 die Entwicklung eines Masterplans für den Aufbau eines modernen Zoos in der äthiopischen Hauptstadt. Der neue Tierpark soll für den Artenschutz, den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz der wenigen Grünflächen in der Fünf-Millionen-Stadt sorgen.

Für unseren Verein mit seinen 42 Mitgliedern ist die neue Mitgliedschaft nicht nur ein besonderer Höhepunkt, sondern auch eine Wertschätzung seines nunmehr zwölfjährigen Engagements, eine lebendige Partnerschaft zwischen Leipzig und Addis Abeba zu gestalten.

Im Bild v.l.n.r.: Sentayehu Getachew Gebrmedhin (Marathonläuferin, Addis Abeba), Sophie Ebert (Vereinsvorsitzende), Tekalegn Tebelu Abebe (Marathonläufer, Addis Abeba), Prof. Dr. Klaus Eulenberger (Zootierarzt a.D.), Etagegne Assefa (Vorstandsmitglied), Dr. Gabriele Goldfuß (Stadt Leipzig, Ressortleiterin Internationale Zusammenarbeit) und Taye Worku (Betreuer, Addis Abeba).

Leipzig Marathon: 19. April 2015

Herzlichen Glückwunsch, Tekalegn Tebelu! Es war ein toller Start-Ziel-Sieg für unseren Mann aus Addis Abeba. Eine Zeit von 2:21:53 h hat in Leipzig lange keiner erzielt. Bei traumhaftem Wetter lief Tekalegn unangefochten allen davon und hatte keinen Grund an seiner persönlichen Bestzeit von 2:17:35 h zu kratzen. Hier geht es zum Marathon-Bericht von LVZ Online.

Tekalegn Tebelu holt den Marathonsieg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sentayehu Getachew, seine äthiopische Landsfrau, führte zunächst bei den Frauen. Sie musste aber wegen schwerer Zerrungen im rechten Bein nach 21 Kilometern aufhören.

Sentayehu Getachew

Leipzig Marathon: Herzlich willkommen!

16. April 2015: Von Addis Abeba über Frankfurt nach Leipzig

Unsere äthiopischen Gäste sind da!! +++ Alles hat gut geklappt mit der weiten Reise, wir freuen uns sehr. Sentayehu Getachew Gebremedhin (Mitte) und Tekalegn Tebelu Abebe (Mitte rechts) aus Addis Abeba starten über 42 km. Links ihr Betreuer Taye Worku +++ WANN: So, 19. April, Start 10 Uhr Sportforum, Jahn-Allee +++ Zeileinlauf Männer: ca. 12:15 h +++ Zieleinlauf Frauen: ca. 12:45 h +++ Unbedingt anfeuern kommen +++ Vorbericht von LVZ Online +++

Herzliches Willkommen am Leipziger Hauptbahnhof

36 Landkarten für Blinde gehen auf die Reise

06. Februar 2015: Mit schwerem Gepäck nach Äthiopien

Von Angelika Rusch

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Vier Mitglieder des Vereins Städtepartnerschaft Leipzig – Addis Abeba gehören zur offiziellen Delegation der Stadt Leipzig, die sich in der kommenden Woche aufmacht, um in der äthiopischen Hauptstadt das zehnjährige Bestehen der Partnerschaft zwischen den beiden Städten zu begehen. Das Gepäck der Vereinsmitglieder wiegt einige Kilo: 36 großformatige Bücher gehen mit auf die Reise. Sie sind das besondere Gastgeschenk für die beiden Partnerschulen in Addis Abeba: Bände in Braille-Schrift mit verschiedenen Karten Äthiopiens, administrative und physische Karten sowie eine Übersicht über die Nationalparks. In Äthiopien sitzen sehende sowie blinde oder sehgeschädigte Schüler in einem Klassenraum. Damit Letztere auch ihr Heimatland erfassen bzw. ertasten können, entstand im Verein vor einigen Jahren die Idee, gemeinsam mit der Deutschen Zentralbücherei für Blinde die Landkarten zu erstellen. Die Leipziger Partnerschule – das Friedrich-Schiller-Gymnasium - steuerte über 3.000 Euro bei, um das Projekt für die Menelik II Primary und die Menelik II Preparatory School auf den Weg zu bringen. Nach tollen Aktionen der "Schilleraner" wie Kuchenbasar, Spendenlauf, Turmbesteigungen und anderen Aktivitäten füllte sich der "Geldbeutel" nach und nach. Die Stiftung Nord-Süd-Brücken und der Städtepartnerschaftsverein steuerten ebenfalls bei. Das Know-How lieferte die Zentralbücherei für Blinde.

Für fünf Bibliotheken insgesamt

Exemplare des Werkes werden auch Eingang in die Bibliothek des Goethe-Instituts, der German Church School sowie dem Verein "Together – Hilfe für blinde Menschen in Äthiopien" finden. Ein weiteres Exemplar, das Vereinsvorsitzende Sophie Ebert der äthiopischen Botschaft in Berlin übergab, fand bereits seinen Weg nach Äthiopien – in das dortige Bildungsministerium.

Jubiläumsveranstaltung: 10 Jahre Städtepartnerschaft Leipzig-Addis Abeba

13.-15. Mai 2014: Addis Abebas Oberbürgermeister Deriba Kuma und Wirtschaftsvertreter zu Gast

Von Nadine Brückner

Sehen Sie den siebenminütigen Fernsehbeitrag von ETV in Englisch.

Vom 13. bis 15. Mai 2014 haben wir das 10-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft Leipzig-Addis Abeba gefeiert. Eine hochkarätige Delegation unter Leitung des Oberbürgermeisters von Addis Abeba, Herrn Deriba Kuma, reiste aus Äthiopien an, um mit uns diesen besonderen Anlass zu würdigen. Hier ein paar Eindrücke von wunderbaren Momenten der Jubiläumsveranstaltung.

Anniversary Celebration: „10 Years of Sister City Partnership Leipzig-Addis Abeba“
From May 13th to May 15th we have celebrated the 10 years anniversary of sister city partnership between Leipzig and Addis Abeba. A 40 member delegation from Ethiopia, led by the Lord Mayor of Addis Ababa Mr. Deribe Kuma, arrived in Leipzig on Monday to celebrate the jubilee with us. Please enjoy some impressions from this special occasion.

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Day 1: Empfang in der Alten Handelsbörse - the reception of the guests, Alte Handelsbörse

Großartiges musikalisches Unterhaltungsprogramm von Dan Kira Entertainment - the great music and performance show of Dan-Kira Entertainment

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Der Oberbürgermeister von Addis Abeba, Herr Deriba Kuma, trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Leipzig ein, Neues Rathaus - signing of the Golden Book of the City of Leipzig by Mr. Deribe Kuma, New City Hall

S.E. Herr Fesseha A. Tessema, Botschafter von Äthiopien in Deutschland, trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Leipzig ein, Neues Rathaus - signing in the Golden Book of the City of Leipzig by H.E. Fesseha A. Tessema (Ambassador of The Federal Democratic Republic of Ethiopia to Germany)

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Übergabe der Geschenke durch die Bürgermeister - exchange of presents by the Mayors of the two sisterly cities

Day 2: Zeit zum Dinieren, Tanzen und Austauschen im Anschluss an das Investmentforum, Hotel Westin - Following the Investment Forum during the day we enjoy dinner and music in the Hotel Westin

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Day 3: Festessen im Gondwanaland / Zoo Leipzig - Dinner in Gondwana Land / Zoo Leipzig, Dan-Kira Entertainment

Sophie Ebert (Städtepartnerschaf Leipzig- Addis Abeba e.V.) mit Ato Worku Erge, dem Präsidenten des Partnerschaftsvereins in Addis Abeba, Austausch der Geschenke - Sophie Ebert (Sister City Association Leipzig - Addis Ababa) and Ato Worku Erge, the president of the Twin City Association in Addis Abeba, exchange of presents

Weihnachtsgeschenk für Partnerschulen in Addis

10. Dezember 2013: Direktor Ato Habtom sowie blinde Lehrerinnen und Schüler begrüßten uns herzlich

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Von Angelika Rusch-Ziegner

Aus Äthiopien zurück sind die Mitglieder der Laufreise zum Great Ethiopian Run in Addis Abeba. Der Verein Städtepartnerschaft Leipzig – Addis Abeba hatte diese Reise organisiert. Im Gepäck waren nicht nur die Laufschuhe, sondern auch zwei komplette Weltatlanten in Braille-Schrift. Die tastbaren Landkarten für blinde und sehschwache Schüler waren ein Geschenk des Friedrich-Schiller-Gymnasiums an ihre Partnerschulen in der äthiopischen Hauptstadt.

Dank toller Ideen und vieler Spenden der "Schillerianer" konnten die Atlanten in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde in Leipzig erworben werden. Sophie Ebert, Vereinsvorsitzende, und Etagegne Assefa, Vorstandsmitglied, übergaben die Präsente in der Menelik II Primary und Menelik II Preparatory School in Addis Abeba. Sie ernteten nicht nur viel Freude, sondern wurden auch mit einem Kulturprogramm der Schüler bedankt. 

Blinde fühlen Äthiopien - bald auch mit den Fingerspitzen?

12. August 2013: Liebe Leipziger und Freunde unserer Städtepartnerschaft, helfen Sie mit Ihrer Spende!

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Von Silke Sophie Ebert

Gemeinsam mit der Deutschen Zentralbücherei für Blinde wollen wir, der Städtepartnerschaft Leipzig-Addis Abeba e.V., bis November 2014 eine Äthiopien-Landkarte für blinde Schulkinder entwickeln. Sie ist für den Geografieunterricht an den Partnerschulen des Leipziger Friedrich-Schiller-Gymnasiums gedacht. Durch den integrativen Ansatz lernen an der Menelik II Primary School (Klassen 1-8) und der Menelik II Preparatory School (Klassen 11-12) in Addis Abeba auch blinde und sehschwache Kinder und Jugendliche. Noch ist die Finanzierung dieses schönen Projekts in Höhe von 7.000 Euro nicht gesichert. Aus eigenen Quellen stehen uns bisher 2.000 Euro zur Verfügung. "Äthiopien tastbar" - Leipziger Volkszeitung berichtete. Jeder Euro hilft! Deshalb unsere Bitte: Helfen Sie mit Ihrer Spende! Auch blinde Kinder brauchen Wissen!

Drei Lernblätter in Braille-Schrift

Der Prototyp unserer Karte bekommt eine komfortable Ringbindung. Dazu gehören eine physische und eine administrative Reliefkarte sowie eine dritte, auf der die blinden Kinder die äthiopischen Nationalparks tastend entdecken können. Für Lernende mit vorhandenem, aber teils eingeschränktem Sehvermögen werden alle drei Layer farbig unterlegt. Auf unserem Foto präsentieren DZB-Direktor Dr. Thomas Kahlisch und Vereinsvorsitzende Sophie Ebert den "Weltatlas der Kontinente", hier die Afrika-Karte. Der fünfteilige Atlas basiert auf der Braille-Schrift in Englisch. Zwei Exemplare gehen mit unserer Leipziger Laufreisegruppe Ende des Jahres auf Reisen, die vom 20.-30.11.2013 in Äthiopien zu Gast ist. Das Geld für die Anschaffung der Kartensammlung stammt aus einem Spendenlauf des Friedrich-Schiller-Gymnasiums zugunsten der Partnereinrichtungen. Die beiden Weltatlanten für Blinde stehen in den Schulbibliotheken allen Kindern zur Ausleihe und zum Lesen zur Verfügung. Die Bibliotheken können übrigens auch von Bewohnern des Stadtteils Arada (in dem die Menelik II-Schulen liegen, nahe dem Kreisverkehr Arat Kilo) genutzt werden. tl_files/laa/bilder/Veranstaltungen/SNV36974_Spendenaufruf_DrKahlisch474x316.JPG

Eine Blindenkarte für Äthiopien gibt es noch nicht

So ist die Hoffnung, dass diese dreiteilige Landkarte zu einem späteren Zeitpunkt in vielen Bildungseinrichtungen Äthiopiens für Lernende jeden Alters eingesetzt werden kann und die Chancen der Blinden auf einen Schulabschluss, auf Ausbildung und auf eine Arbeit verbessern hilft. Eine Vervielfältigung und auch die Herstellung der Reliefkarte in Äthiopien selbst ist zu prüfen und nicht per se ausgeschlossen. Erste Kontakte zum Advanced Technology Center for the Blind in Addis Abeba haben wir bereits geknüpft. Auch das Goethe-Institut in Addis Abeba steht dem Projekt aufgeschlossen gegenüber. Schon etliche Werke der deutschen Literatur sind dort auf Amharisch erschienen. Auch über Veröffentlichungen für blinde Menschen in Äthiopien wird im Goethe-Institut nachgedacht. Deshalb noch einmal unsere Bitte: Helfen Sie mit! Das Engagement vieler kann dazu beitragen, dass auch unser Vorhaben greifbar wird und ein Glanzlicht ins Dunkel blinder Menschen bringt. Schon jetzt ganz herzlich danke dafür - mit einem, wie wir finden, passenden Sprichwort aus Äthiopien: WIRD EIN BAUMSTAMM VON TAUSEND MENSCHEN GETRAGEN, IST ER NICHT SCHWER.

Anne Schorling zu Gast in Leipzig

22. März 2013: Finissage zur Ausstellung "Hallo Addis Abeba, hallo Neue Blume"

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Von Angelika Rusch-Ziegner

Sie ist "unsere Frau in Addis Abeba": Anne Schorling. Seit zehn Jahren lebt und arbeitet sie in Äthiopien und ist eng mit unserer Vereinsarbeit verbunden. Am 22. März stellte sie in der Volkshochschule – quasi als Abschluss unserer Ausstellung – das ostafrikanische Land aus ihrer Sicht in Wort und Bild vor. 28 Gäste besuchten die Veranstaltung und diskutierten im Anschluss mit der Referentin. Dazu wurde leckeres äthiopisches Fingerfood gereicht, das aus Etagegne Assefas Küche stammte. Ein gelungener Abend – so die einhellige Meinung der Besucher.

Eine Fachfrau für die Städtepartnerschaft

Der Verein Städtepartnerschaft Leipzig – Addis Abeba setzt sich für eine aktive und interessante Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten ein. Dabei ist es nicht nur wichtig, dass in Leipzig die rund 38 Vereinsmitglieder ständig "kurbeln", es ist auch hilfreich, wenn vor Ort – d.h. in der äthiopischen Hauptstadt – eine zuverlässige, motivierte und mit bestem Instl_files/laa/bilder/Blog/Anne Sophie600.pngider-Wissen ausgestattete Person für und mit dem Verein arbeitet. Anne Schorling beriet u.a. als Expertin das "Capacity Building Program" der Hauptstadtverwaltung und begleitete die Verwaltungsmodernisierung im Rathaus von Addis Abeba.

Brückenbauerin über Kontinente hinweg

Anne Schorling war dabei, als die Idee der Städtepartnerschaft erste Konturen bekam. Im Auftrag des damaligen Bürgermeisters von Addis Abeba, Arkebe Oqbay, förderte und begleitete sie den Prozess. Dabei hat sie maßgeblich bei der Herstellung der Kontakte, beim Aufbau der Strukturen und bei der Netzwerkarbeit zwischen den Partnerstädten – quasi als Brücke zwischen den Kontinenten - mitgewirkt. Ihr ehrenamtliches Engagement heutzutage gilt besonders der Jugendarbeit im Rahmen der Schulpartnerschaft zwischen der Menelik II Preparatory School und dem Friedrich-Schiller-Gymnasium. Ebenso engagiert sie sich für die Gestaltung der Kirchenpartnerschaft zwischen der Leipziger Thomaskirche und der evangelischen Mekane Yesus Gemeinde. Auch viele Leipziger kennen Anne Schorling, denn bei den meisten der Delegations-Besuche bzw. Bürgerreisen aus Leipzig stand sie mit Rat und Tat zur Seite. So z.B. 2010 bei der Einweihung des "Leipzig Square" im Zentrum der äthiopischen Hauptstadt.

Viele Leute werden jetzt aufwachen

8.-10. Juni 2012: Das erste Streetball-Turnier an der Partnerschule des Friedrich-Schiller-Gymnasiums

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Von Toni Kaatz-Dubberke

Lauter Hip-Hop dröhnt vom Schulhof der altehrwürdigen Menelik-II-Schule in Addis Abeba, Äthiopien. An diesem Freitag Nachmittag ist niemand in dunkelblauer Schuluniform zu sehen. Stattdessen tragen rund hundert gutgelaunte Jugendliche T-Shirts mit der Aufschrift "Addis Afros - Streetball-Tournament". Einige Herrschaften sind im Anzug da, allen voran der Direktor der Schule, Ato Zewdu Abayneh. Er bedankt sich herzlich bei allen Organisatoren: "Unsere Schüler und die Lehrerschaft sind glücklich, dass das Turnier hier bei uns stattfindet. Basketball ist pure Energie. Es motiviert junge Leute. Die Schüler brauchen neben dem Lernen, auch Bewegung im Freien, Sport und Spiel mit ihren Freunden." Mehr als 1.800 Schüler besuchen die älteste staatliche Schule Äthiopiens. Einige von ihnen halfen schon am Vortag mit, ein regelkonformes Basketball-Feld auf den Asphalt des riesigen Schulhofs zu malen. Dass auch zwei Basketball-Körbe dort aufgebaut sind, freut besonders  Daniel Sandhaus. Er ist Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Äthiopien. Die beiden mobilen Baskteballanlagen hat die Botschaft spendiert und vor Ort anfertigen lassen. Sie können leicht auseinandermontiert und transportiert werden. Von Anfang an war es die Idee, auch an anderen Schulen oder auf öffentlichen Plätzen Turniere organisieren zu können. "Sportförderung ist Kulturförderung und damit ein wichtiger Teil der Arbeit, die die Botschaft leistet. Weil die Menelik-II-Schule eine Schwesterschule in Leipzig hat, bot es sich an, die Körbe hierher zu geben", sagt Sandhaus.

Starke Teams, tolle Sponsoren

tl_files/laa/bilder/Blog/IMG_1235_streetball_439x288.jpgNeben ihm steht Martin Dirr, Programm-Manager bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Er lebt schon vier Jahre am Horn von Afrika und in seiner Freizeit trainiert er ein Basketball-Team. Martin Dirr und sein Freund Deresse Almamaw haben die Idee für ein solches Großereignis geboren. Beide suchten in Addis Abeba schon seit längerem nach einem passenden Ort. In der Botschaft fanden sie auch einen Sponsor für die Basketball-Körbe. Mit Ausnahme von Langstreckenlauf findet der Sport in Äthiopien keine öffentliche Beachtung. "Mit der Gründung des Addis Afros Basketball Clubs wollten wir von Anfang an die Wahrnehmung der Ballsportarten verbessern und Raum zur Ausübung des Sport für junge Menschen schaffen. In Deutschland kam der Hype um Streetball in den 1990er-Jahren  und die Popularität von Basketball steig enorm. Ich glaube mit unserem Turnier haben wir es geschafft, zu zeigen, dass es auch in Äthiopien möglich ist, solche Events auf die Beine zu stellen", sagt Martin Dirr.

Drei Tage Spannung pur

Die Teilnehmer rutschen schon etwas ungeduldig auf ihren Stühlen hin und her. Doch als alle Sponsoren und Verantwortlichen ihre Eröffnungsrede gehalten haben, ertönt wieder Hip-Hop und die ersten Btl_files/laa/bilder/Blog/streetball_basketballanlage_480x706.JPGälle knallen an die Körbe. Jetzt wird Streetball gespielt. 26 Teams - Mädchen, Jungen und Herren - treten auf einem Basketball-Halbfeld gegeneinander an. Die Gruppenphase wird am Sonnabend gespielt, danach geht es im K.o.-System weiter. Für Stärkung zwischendurch sorgt ein Restaurant aus Addis, dessen Team Burger frisch vom Grill anbietet. Die meisten Spieler kennen sich und so nimmt das Drei-Tage-Event den Charakter eines großen Familientreffens an. Trotz beginnender Regenzeit hält sich das Wetter bis zu den Finalspielen am Sonntag. Die gespannte Ruhe der Fans und Spieler entlädt sich immer wieder in Euphorie nach jedem Korb, der im Finale fällt. Die Gewinner-Teams können ihre Emotionen nicht mehr zurückhalten.

Abgekämpft, aber glücklich

Helina, 27, Spielerin im Gewinner-Team der Frauen, liegt ihren Freundinnen strahlend in den Armen, kleine Freudentränen rollen. Der letzte Titel liegt lange zurück für sie. Um so professioneller antwortet sie dann im Interview: "Wir waren einfach die bessere Mannschaft." Dass die Frauenteams überhaupt spielen konnten, ist auch der Unterstützung des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Leipzig zu verdanken. Die Mädchenbälle, die Pokale und die Medaillen wurden von einer 400-Euro-Spende der Schule finanziert. Auch Umer, 26, Spieler bei Tasty B, dem Gewinnerteam der Herren, freut sich über den Erfolg seiner Mannschaft und ist sich sicher, dass es nicht das letzte Turnier ist, auf dem sein Team so nervenstark spielen wird und ist überzeugt: "Viele Leute werden jetzt aufwachen."